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Tytu³: Im Zwiebelsud

  • Wykonawca: Haindling
  • Wy¶wietleñ: 358
Jeden Tag zum Frühstück ißt er
  seine essigsaueren Schweinsknöcherl
  im Zwiebelsud. In dünnem Rinnsal
  läuft Schweiß aus dem Hut,
  die Gesichtsseite entlang in den Kragen.
  
  Er benötigte sehr viel, redete
  ununterbrochen, oder ließ seinen Zweifeln
  und Ängsten vollen Lauf, und hoffte
  dabei auf irgendein Wunder, oder
  eine Erlösung, indem ihm ein anderer
  sagte, was er zu tun hätte,
  hoffte auf eine Eingebung anderer,
  die bereitwillig ihm soufflierten,
  ohne daß sie sich bewußt waren,
  dergleichen zu tun.
  Zur gleichen Zeit, an einem anderen
  Ort:
  
  Die Luft steht still, und eine
  Sonne kämpft sich bis zur Erde.
  Dumpf und fahl und ohne Ganz.
  Die Stirn des Mondes blutet.
  Eine handfläche aufgerissen, erhebt
  sich ein schmutziges Stück Leben
  und reibt an kranker Rinde
  Fäulnis ab. Ein Körper ohne Seele
  dämmert an braunem Rinnsal dahin.
  Ölverklebt der Lippen Gestammel.